Nicht nur Schnee und Eis machen Autofahrern im Winter das Leben schwer, auch Nebel sorgt immer wieder für ein deutlich erhöhtes Unfallrisiko. Dabei können Autofahrer selbst die Nebelfahrt sicherer gestalten, indem sie sich an geltende Verhaltensregeln halten.
Wie man sich bei dichtem Nebel im Straßenverkehr richtig verhält, lernt man eigentlich bereits in der Fahrschule, und jedes Jahr geben Experten vom ADAC oder anderen Einrichtungen hilfreiche Tipps zum richtigen Umgang mit solchen Situationen. Trotz gesetzlicher Regelungen und Empfehlungen sind viele Autofahrer im Nebel aber noch immer zu unvorsichtig, weswegen Auffahrunfälle bei solchen Witterungsbedingungen leider keine Seltenheit sind. Neue Techniken sollen das Fahren im Nebel in naher Zukunft sicherer gestalten, doch schon jetzt kann man das Risiko eines Unfalls allein durch das Beachten einiger Richtlinien erheblich senken.
Richtiges Fahrverhalten im Nebel
Durch dichten Nebel auf der Straße ist die Sicht mitunter extrem eingeschränkt. Genau dieser Einschränkung sollte man bekanntlich sowohl seine eigene Geschwindigkeit als auch den Abstand zum Vordermann anpassen. Bei Sichtweiten unter 50 Metern, was auf Autobahnen und Bundesstraßen der Strecke zwischen zwei Pfosten am Fahrbahnrand entspricht, sollte man noch höchstens 50 km/h schnell fahren. Bei geringerer Sicht muss auch die Geschwindigkeit weiter gedrosselt werden. Außerdem sollte man gerade im Nebel den Sicherheitsabstand besonders großzügig halten, Experten raten hier zu einer Strecke, die der Sichtweite entspricht. Fahren Sie also nur so dicht auf, dass Sie das vorausfahrende Auto gerade noch sehen können.
Der Einsatz der Nebelschlussleuchten und der Nebelscheinwerfer muss überdacht sein und darf den Regelungen der StVO nach nicht in einer Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer enden. Nebelschlussleuchten dürfen nur bei Nebel und nur bei einer Sichtweite unter 50 Metern eingeschaltet werden, sonst blenden sie andere Fahrer. Nebelscheinwerfer dürfen eingesetzt werden, wenn die Voraussetzungen für das Fahren mit Abblendlicht gegeben sind, auch bei starken Schneefall oder Regen.
Neue Technik für mehr Sicherheit im Nebel
Auch wenn man diese Zusatzlichter nur unter extremen Bedingungen einsetzen darf, sollte man sich sicher sein, dass sie für den Fall der Fälle bereit sind. Nicht nur auf Landstraßen tauchen Nebelfelder urplötzlich auf, auch in Großstädten können sie zu einer unvorhergesehenen Gefahr werden. Dementsprechend gehört die Überprüfung der Nebescheinwerfer und -schlussleuchten ebenfalls zum Herbst-/Wintercheck, egal ob man sein Fahrzeug in eine KFZ Werkstatt in Berlin oder irgendwo zwischen Großseifen und Untershausen gibt. Hier könnten bald auch neue Techniken eingebaut werden, die derzeit noch erprobt werden.
So wird zum Beispiel an einem Laser gearbeitet, der in der Heckleuchte versteckt wird und bei Nebel ein rotes Dreieck auf die Straße projiziert, das wie ein Warndreieck wirken und den dahinter kommenden Fahrer zu einem größeren Sicherheitsabstand bewegen soll. Außerdem sollen schon bald intelligente Fahrzeugleuchten in vielen Modellen Standard werden: Verbunden mit Sensoren, welche die Umgebungsbedingungen genau erfassen, passen sie ihre Leuchtintensität der jeweiligen Situation an und erscheinen bei schlechteren Sichtverhältnissen entsprechend heller. Damit könnte das Fahren im Nebel in Zukunft noch sicherer werden, als es aktuell schon mit der simplen Einhaltung der empfohlenen Verhaltensregeln möglich ist.
